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Deutschland surft schneller - der Weltspitze aber immer noch hinterher

Gestreamte Filme und Serien, Spiele, News - immer mehr Menschen nutzen immer mehr Medieninhalte über das Internet. Dabei können sie sich über einen anhaltenden Trend freuen.

Die Internetgeschwindigkeit, die ganz maßgeblich zum Spaß an Online-Medien beiträgt, steigt weiter weltweit an. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden „State-of-the-Internet"-Bericht von Akamai. Der Report wertet Daten aus der Akamai Intelligent Platform aus und gibt über zentrale Kennzahlen wie Verbindungsgeschwindigkeiten, Breitbandverbindunden oder mobile Verbindungen Einblick in die weltweite Nutzung des Internets.

Der fortgesetzte positive Trend, den der Bericht für das zweite Quartal 2016 aufzeigt, gilt grundsätzlich auch für Deutschland. So stieg die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit hierzulande gegenüber dem Vorquartal um satte 31% auf einen Wert von 14,1 Mbit/s. Durch diesen Zuwachs konnte die Bundesrepublik im weltweiten Ranking einen Platz gutmachen, mit Rang 24 war sie aber nach wie vor ein gutes Stück von der Weltspitze entfernt.

Den globalen Spitzenplatz hatte auch im zweiten Quartal 2015 wieder Südkorea inne, wo die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit 27,0 Mbit/s betrug. Die europäische Krone setzte sich Norwegen mit 20,1 Mbit/s auf, aber auch die Zahlen unseres Nachbarn Schweiz können sich sehen lassen. Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 18,3 Mbit/s lag sie europaweit auf dem dritten und weltweit auf dem fünften Rang.

Im direkten Vergleich mit Deutschland und Österreich bedeutete das Platz eins für die Schweiz. Diesen Rang hatte die Eidgenossenschaft innerhalb der DACH-Region bei nahezu allen zentralen Kennziffern inne - darunter die durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit sowie der Anteil von Breitbandverbindungen mit mehr als 4, 10, 15 und 25 Mbit/s.

Eine Ausnahme bildete allerdings die Verbreitung von IPv6-Verbindungen. Hier erreichte Deutschland hinter Belgien und Griechenland - und vor der Schweiz - den dritten Rang der weltweiten Top Ten. 22% aller Verbindungen, die von der Bundesrepublik aus zur Akamai-Plattform hergestellt wurden, erfolgten über IPv6. Wie überall auf der Welt spielten auch in Deutschland die Festnetz- und Mobilfunkbetreiber eine Vorreiterrolle bei der Einführung von IPv6. Kabel Deutschland zählte mit 52% IPv6-Anfragen zu den Spitzenreitern in Europa.

Neben der Präsentation wichtiger Kennzahlen verzeichnet der aktuelle „State-of-the-Internet"-Bericht aber auch die größten Internetstörungen des zweiten Quartals 2016. Sie gehen auf die unterschiedlichsten Gründe zurück und reichen von politisch motivierten Blockaden durch Regierungen bis hin zu einem Unfall, bei dem ein Affe in Kenia einen weiträumigen Ausfall verursachte. Damit macht der Report noch einmal etwas Wichtiges deutlich: dass die Verfügbarkeit des Internets keineswegs so selbstverständlich ist, wie wir das gerne annehmen.

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