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Der Wachstumstrend bei der Geschwindigkeit setzt sich fort

Die Forderung nach schnellen Internetverbindungen sorgt landauf, landab immer wieder für intensive Diskussionen. Dass es hierzulande bei der Breitbandversorgung nach wie vor ein Stadt-Land-Gefälle gibt, wird immer wieder beklagt. In städtischen Räumen verfügten 2015 in Deutschland 96 Prozent der Haushalte über eine Bandbreite von mindestens 16 Mbit/s, in ländlichen Regionen lag der Anteil nur bei 57 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in seinem Breitbandatlas. Erst der internationale Vergleich ermöglicht eine Einordnung. Und da hinkt Deutschland anderen Ländern immer noch hinterher. Daten dazu enthält der vierteljährlich veröffentlichte „State-of-the-Internet"-Bericht von Akamai. Er liefert internationale Werte zu Breitband- und mobilen Verbindungen und andere Themen, die für das Internet sowie seine Nutzung relevant sind und über die Akamai Intelligent Platform ermittelt werden.

Die gute Nachricht zuerst: Im ersten Quartal 2016 wurde in Deutschland insgesamt eine durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit von 13,9 Mbit/s erzielt; das entspricht einem deutlichen Plus von 37% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die weniger gute Nachricht: Trotz der beachtlichen Steigerung ist die Bundesrepublik im internationalen Ranking auf den 25. Platz zurückgefallen; im vorhergehenden Quartal 2015 befand sich das Land noch auf dem 22. Platz. Weltweit betrachtet belegte Südkorea (29 Mbit/s) bei der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit Platz 1, vor Norwegen (21,3 Mbit/s) und Schweden (20,6 Mbit/s). Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 13,9 Mbit/s ist Deutschland noch um einiges von den Spitzenplätzen entfernt. Aufschlussreich ist auch ein Vergleich zwischen den drei Ländern der DACH-Region. Bei nahezu allen zentralen Kennziffern, angefangen von der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit über die durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit bis zum Anteil der Breitbandverbindungen mit mehr als 15 Mbit/s ist die Schweiz dominierend. Bei der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit brachte es die Schweiz auf einen Wert von 76,2 Mbit/s - das bedeutet weltweit den dritten Platz - Deutschland auf 53,9 Mbit/s und Österreich auf 51,1 Mbit/s. Bei der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit von Mobilfunkverbindungen allerdings ist Deutschland weltweit Spitzenreiter mit einem Wert von 171,6 Mbit/s.

Europa ist führend bei der Einführung von iPv6

Bei der IPv6-Einführung ist Europa weiterhin weltweit führend. In der Top-Ten-Liste befinden sich sechs europäische Länder, darunter die Schweiz auf Platz 3 (21% IPv6-Datenverkehr im ersten Quartal 2016) und Deutschland auf Platz vier (ebenfalls 21%). Weltweiter Spitzenreiter war Belgien mit einem Anteil von 36% aller Verbindungen.

Festnetz- und Mobilfunkanbieter nehmen bei der Einführung von IPv6 eine Vorreiterrolle ein. Bei T-Mobile USA kamen 50% aller Anfragen an die Akamai Intelligent Platform über IPv6, bei Kabel Deutschland waren es 48% und bei der Deutschen Telekom immerhin 27%. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2016 nutzen 10% der Google-User eine IPv6-Verbindung, das ist doppelt so viel wie vor einem Jahr.

Video-Streaming von Sportereignissen

Die Daten für das erste Quartal 2016 zeigen eine spürbare Zunahme bei den durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeiten und der allgemeinen Breitbandversorgung. Dieser Trend ist deshalb wichtig, weil die Erwartungen der User ständig steigen und sich in diesem Sommer vieles um Video-Streaming von internationalen Sportereignissen an ein breites Publikum und auf ein ebensolches Spektrum von vielfältigen Endgeräten dreht. An vielen Orten ist es heute möglich, Videoinhalte in Fernsehqualität zu empfangen. Dennoch bleibt noch einiges zu tun, um die Breitbandversorgung weiter zu verbessern.

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