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Optimales Video-Streaming ist keine Hexerei

Live-Videos über das Internet sind gefragt wie nie zuvor, gerade bei Großereignissen wie der Fußball-EM oder Top-Acts mit angesagten Pop- und Rock-Stars. Was bei den Nutzern zählt, ist ein begeisterndes Erlebnis - das nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom sofortigen Zugriff auf  die Videos abhängig ist, und zwar auf jedem Gerät und ohne lange Ladezeiten. Stottert die Wiedergabe oder bricht der Stream sogar ab, hat der Spaß ein Ende.

Und wie können Unternehmen Lastspitzen und Engpässe im Netzwerk abfedern? Wie erhalten sie eine agile, leistungsstarke und zuverlässige Infrastruktur für Video-Streams, die immer und überall konstant hohe Datenraten liefert? Sie sollten sich für den Anbieter eines Content Delivery Networks (CDNentscheiden und bei jedem Prozessschritt auf die Videoqualität achten. Hier fünf Empfehlungen für den Erfolg von Live-Videos:

1. Qualität schon bei der Planung berücksichtigen

Die Qualität von Live-Videos im Web beginnt schon bei der Planung, bevor das erste Bit übertragen wird. Unternehmen sollten im Vorfeld mit dem CDN-Anbieter die Workflows und Prozesse für alle Phasen des Streamings festlegen und einen Notfallplan aufstellen. Grundlage der Planung bilden folgende vier Fragen:

  • Wie hoch werden die Zugriffszahlen voraussichtlich sein?
  • Welche Geräte werden die Zuschauer nutzen?
  • Wo und wann wird der Datenverkehr am größten sein?
  • Was passiert, wenn etwas schief läuft?

2. Qualität bei der Erfassung und Einspeisung der Inhalte (Ingest) sicherstellen

Das CDN, ein Zusammenschluss verteilter und über das Internet verbundener Server, stellt die notwendige Infrastruktur für hochwertige Video-Streams bereit. Hier muss bereits beim Einstiegspunkt des Videosignals in der sogenannten „First Mile" die Qualität stimmen. Das heißt: Der Medienserver sollte räumlich nah am Video-Encoder beziehungsweise Ursprungspunkt stehen, damit der Live-Stream auf dem Weg zum CDN nicht mehrere Netzwerke durchlaufen muss.

Fällt die Leistung eines Servers ab, leitet der Infrastruktur-Anbieter den Video-Stream dynamisch und automatisch an das am besten geeignete Rechenzentrum um. Das Zauberwort lautet Intelligentes Routing. 

3. Qualitäts-Check bei Transcoding und Verschlüsselung integrieren

Wichtige Workflows bei der Verarbeitung von Streams sind die Transcodierung der Inhalte und die Erstellung von Paketen mit dem richtigen Videoformat. Genau in dieser Phase schlagen oft Hacker zu, um Videoinhalte abzufangen und die digitale Rechteverwaltung (Digital Rights Management DRM) zu umgehen. Daher sollten die Live-Video-Streams via SSL verschlüsselt werden; die Verschlüsselung kann dabei direkt am Video-Encoder oder über den CDN-Anbieter erfolgen, der auch die entsprechenden DRM-Lizenzen bereitstellt. Hilfreich ist auch DRM-Technologie auf den Endgeräten, die den Stream abspielen. Ein Beispiel ist FairPlay-Streaming von Apple. Für Nutzer ohne Berechtigung bleibt damit der Bildschirm von iOS-Geräten schwarz.

4. Werbebotschaften zuverlässig in Video-Streams einbauen 

Live-Video-Streams finanzieren sich meist über Werbeeinnahmen. Hier entstehen jedoch häufig Probleme, wenn Unternehmen für das Einfügen der Werbeanzeigen und die Verteilung der Videos jeweils verschiedene Anbieter einsetzen. Damit wird ein zusätzlicher Point of Failure eingeführt, sprich der Ad-Server kann bei Lastspitzen ausfallen und Werbeeinnahmen gehen verloren. Außerdem kann sich die Qualität der Videoinhalte und Werbebotschaften unterscheiden. Abhilfe schaffen Lösungen wie Akamai Ad Integration Services, die Werbebotschaften ohne Qualitätsverluste direkt in Video-Streams integrieren. 

5. Qualität während der Wiedergabe prüfen

Da bei jedem Live-Stream mit unerwarteten Ereignissen zu rechnen ist, muss ein CDN skalierbar sein, um alle Lastspitzen abzufedern. Anbieter wie Akamai setzen zudem auf Adaptive-Bitrate (ABR)-Streaming, um konstant bestmögliche Videoqualität zu bieten. Damit können Video-Player den aktuellen Netzwerkbedingungen entsprechend zwischen unterschiedlichen Bitraten wechseln. Das beschleunigt die Startzeiten und reduziert Buffering. Eine wichtige Rolle spielt, die Qualität der Streams und die Erfahrungen der Zuschauer permanent aufzuzeichnen. Gab es einen Buffering-Effekt? Wie hoch waren die Bitraten in verschiedenen Regionen? Die Echtzeit-Analyse dieser Daten unterstützt nicht nur den Support bei der Lösung von Problemen, sondern hilft auch bei der Planung zukünftiger Live-Streams.

 

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