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Intelligente Performance-Optimierung für die „Mobile First"-Strategie

Im Online-Einzelhandel wird schon seit Jahren von „Mobile First" gesprochen, wenn es um die Entwicklung und Bereitstellung von Websites und Anwendungen geht. Zwar sind weder der Begriff noch der Ansatz neu, eines aber steht fest: Wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem der mobile Datenverkehr mit dem Verkehr über Desktop-Computer und Laptops europaweit mindestens gleichgezogen hat.

Ein Blick auf den europäischen Einzelhandel zeigt, dass Verbraucher zum Stöbern, Informieren, Preise vergleichen und Bewertungen lesen immer häufiger zum Mobilgerät greifen - für den eigentlichen Kauf aber nach wie vor Desktop-Computer oder Laptops bevorzugen (siehe aktuelle Umfrage zu Online-Shoppingtrends in Europa).

Das liegt sicherlich auch daran, dass die Web- und App-Bereitstellung auf mobilen Geräten qualitativ oft noch hinterherhinkt. Beispielsweise spielen bei einem Kaufabschluss Lade- und Darstellungszeiten oder Nutzerfreundlichkeit eine entscheidende Rolle. Online-Anbieter müssen ein sicheres Online-Erlebnis für alle Endpunkte, Endgeräte und Netzwerkverbindungen bereitstellen.

Dieser „Mobile First"-Ansatz zur Verbesserung der Website-Performance und der User Experience ist vor allem in Europa relevant. Bisher haben Unternehmen ihren lokalen Nutzern in erster Linie eine gute Website-Performance über Browser und Desktop-Computer geboten. 

Der Mobilgeräteboom und die Globalisierung des Markts stellen eben diese Unternehmen nun vor eine neue Aufgabe: Sie müssen die gleiche Website-Performance auch lokalen Nutzern bieten, die hauptsächlich mit mobilen Browsern und Apps über Mobilfunkverbindungen auf ihre Dienste zugreifen. Das Gleiche gilt für neue Zielgruppen auf regionaler und globaler Ebene.

Bei vielen Kunden führt der erste Weg zu einem brandneuen Service oder Produkt über ein Mobilgerät. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie nur einen Versuch haben, Kunden mittels eines ansprechenden Mobilerlebnisses gewinnen und halten zu können.

Um diese Herausforderungen meistern und die mobile Performance durchweg (über Web, Apps und Mobilfunk) optimieren zu können, setzt Akamai erneut neue Maßstäbe in Sachen Innovation: Die neue Version von Akamai Ion, das Aushängeschild unserer Web-Performance Solutions, überzeugt mit Verbesserungen in mehreren Kernbereichen, darunter mobile Performance-Optimierung, Engpässe durch Drittanbieterinhalte, Unterstützung aktueller Webtechnologien und Protokolle sowie Nutzerfreundlichkeit. Diese Entwicklungen erleichtern es Unternehmen, die zunehmende Forderung nach „Mobile First"-Bereitstellungen in hoher Qualität zu erfüllen.

Worin bestehen diese Verbesserungen?

Damit mobile Browser Above-the-Fold-Inhalte, also ohne Scrollen sichtbare Inhalte, schneller darstellen können, bietet Akamai jetzt CSS-Funktionen an, die beim Zugriff über Mobilfunkverbindungen die Darstellungszeit mobiler Websites verringern.

Die erste Funktion, Edge-CSS, setzt CSS-Dateien beim Download an oberste Stelle und beginnt so schnell wie möglich mit dem Laden dieser Dateien. Dadurch erfolgt die Darstellung im Browser schneller. 

Eine weitere Funktion ist Critical-CSS. Sie beschleunigt die Seitendarstellung und verbessert die Web-Performance für die Endnutzer, indem sie die Seite und den Darstellungsbereich des Endgeräts analysiert. So werden die zur Darstellung der sichtbaren Seitenbereiche benötigten CSS-Dateien ermittelt und beim Download priorisiert.

Zu den häufigsten Ursachen für Performance-Einbußen von Web- und mobilen Apps zählen Inhalte von Drittanbietern. Die neue Preconnect-Funktion verhindert, dass eingebettete Drittanbieter-URLs Engpässe in der Performance von Webseiten verursachen. Preconnect geht noch weiter als DNS Prefetch und stellt Verbindungen mit eingebetteten Drittanbieter-Hosts her, noch bevor der Browser diese anfordert.

Moderne Webanwendungen, ob browserbasiert oder nativ, werden oft daran gemessen, inwiefern sie die neuesten Standards und Protokolle unterstützen. HTTP/2, seit Mai 2015 der neue Webstandard, ist seit über zehn Jahren die erste überarbeitete Version des Standard-Webprotokolls und das Ergebnis von mehr als drei Jahren intensiver branchenweiter Arbeit. Akamai trieb die Entwicklung maßgeblich voran.

HTTP/2 bringt Verbesserungen in Bereichen wie Multiplexing und Parallelität, Stream-Abhängigkeiten, Komprimierung und Serverpush. Ziel ist es, dass Unternehmen insbesondere auf Mobilgeräten über Netzwerke mit geringer Bandbreite eine bessere User Experience anbieten können. 

Akamai war der erste CDN-Anbieter, dessen Plattform HTTP/2 unterstützte. Die Kunden profitieren bereits von einigen der Vorteile (Erfahrungsbericht von Concur mit HTTP/2).

Was aber geschieht, wenn der Endnutzer über einen älteren, nicht-HTTP/2-fähigen Browser zugreifen möchte? Akamai bietet mit der neuen Ion-Version eine „HTTP/2-orientierte" Frontend-Optimierung (FEO), die anhand des vom jeweiligen Browser unterstützten Protokolls die Performance auf Kundenseite optimiert. Diese überaus praktische Funktion gewährleistet automatisch jedem Nutzer eine optimale Performance - egal ob sein Browser HTTP/2 oder HTTP/1.x unterstützt.

Webanwendungen sind komplexe Umgebungen, in denen ein Zusammenspiel aus Protokollen, JavaScript, CSS, Bildern, Browsern und anderen Elementen den Nutzern genau das vielseitige Weberlebnis ermöglicht, das sie erwarten. Dass Kunden Geschwindigkeit verlangen, wird sich nicht ändern. Wer unabhängig vom jeweiligen Gerät, Netzwerk und Standort sofortige Performance bieten muss, darf sich keinen Stillstand erlauben. Und insbesondere in Sachen Mobilgeräte sind ständig neue Innovationen gefragt. Wir stehen erst am Anfang ...


Übersetzter Blog von Enrique Duvos, EMEA Director of Product Marketing bei Akamai Technologies

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