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Darum haben wir den Bot Manager entwickelt

Mit dem Bot Manager hat Akamai vor kurzem ein brandneues Produkt auf den Markt gebracht. Details dazu finden sich in der entsprechenden Pressemitteilung sowie auf Akamai.de. Ich möchte Sie hier nicht damit langweilen, diese Details zu wiederholen, sondern stattdessen näher beleuchten, aus welchen Gründen diese Lösung nötig ist.

1. Grund: Bots sind eine unabänderliche Tatsache

Wir haben es alle schon erfahren müssen: Baut man eine Website, dann kommen sie. Wir entwickeln Websites aus unterschiedlichen Gründen - sei es, um Produkte zu verkaufen, unser Umfeld zu beeinflussen oder die Kundenbindung zu verstärken. Um das zu erreichen, veröffentlichen wir immer reichhaltigeren, wertvolleren und ausdifferenzierteren Content auf unseren Websites. Und es ist absolut unmöglich, diesen Content von der Diskussion um Bots zu trennen. Denn er ist nicht anderes als ihr Daseinsgrund.

Es ist geradezu ein Musterbeispiel für unbeabsichtigte Folgen, dass der Content auf unseren Websites nicht nur für die Zielgruppen von Wert ist; sondern für ein komplettes Ecosystem aus Personen und Organisationen, deren Motive und Ziele sich mit unseren decken oder auch nicht - und die Bots erstellen, um unseren Content zu extrahieren und für ihre Zwecke zu nutzen. Das können Ihre Geschäftspartner sein, die den Content dazu nutzen, um Ihre Produkte zu vertreiben; aber eben auch Konkurrenten, die sich daraus einen Wettbewerbsvorteil versprechen.

So oder so: Fakt ist, dass Bots nicht einfach verschwinden. Sie begleiten unsere Onlineaktivitäten, und je mehr Content wir erstellen, desto mehr tragen wir zu ihrer Verbreitung bei.

 

2. Grund: Bots bedeuten für jeden etwas anderes

Es sind sich wohl alle einig, dass der Google-Bot „gut" ist, und dass DDoS-Bots „böse" sind. Sie bilden die beiden unumstrittenen Enden des Spektrums. Bewegt man sich aber nur leicht in Richtung Mitte dieses Spektrums, ist es mit der Einigkeit vorbei. Was für das eine Unternehmen gut ist, ist für das andere vielleicht schon schlecht. Und um das Ganze noch zusätzlich zu verkomplizieren: Ein und dieselben Bots können gleichzeitig „gut" und „böse" sein.  

Zum Beispiel Content-Aggregatoren. Große Hotelketten betrachten sie als vertrauenswürdige Partner, die ihnen bei Zimmerbuchungen helfen. Für Fluglinien entstehen hingegen jedes Mal Kosten, wenn jemand - sei er menschlicher Natur oder nicht - den Buchungs-Workflow für einen Flug auf ihrer Website durchläuft. Die Kosten, die dabei durch Bots verursacht werden, können sich monatlich auf mehrere hundert oder tausend Euro belaufen. Aber selbst vertrauenswürdige Partner können durch hohen Datentraffic zur falschen Zeit zum Problem werden - und so einen schwierigen Kompromiss zwischen Geschäftsvorteilen und Performance-Einbußen erforderlich machen.

Und genau dieser Kompromiss macht es unmöglich, ein Patentrezept für den Umgang mit Bots zu finden, das für alle passt. Stattdessen muss jedes Unternehmen seinen eigenen Kompromiss eingehen - abhängig davon, was für es selbst richtig ist.

3. Grund: Eine einfache Lösung gibt es nicht

 Viele denken, sie könnten das Bot-Problem einfach dadurch lösen, dass sie alle bösen Bots blockieren. Das trifft sowohl auf IT-Unternehmen zu, die möglicherweise instinktiv die IP-Adressen jedes erkannten Bots blockieren wollen, als auch auf Anbieter von Sicherheitslösungen. Das Problem dabei: Dieses Vorgehen ist eine Schwarz-Weiß-Antwort auf eine äußerst nuancierte Frage.

Diese Nuancierung lässt sich anhand eines weiteren Beispiels verdeutlichen: Oft berichten uns Kunden von bestimmten Suchmaschinen-Crawlern, die ihnen Probleme bereiten, weil sie sich nicht an das Protokoll halten, das die Website in der robots.txt-Datei vorgibt, und stattdessen aggressiv Websites durchsuchen. Besteht der einzige Lösungsansatz nun darin, den Bot entweder zu blockieren oder nicht, drängen sich sofort folgende Fragen auf: Sollen wir den Crawler blockieren und auf den Vorteil verzichten, der durch die reguläre Suche entsteht? Oder blockieren wir ihn nicht und nehmen die Performance-Einbußen in Kauf? 

Am Ende ist keine der beiden Optionen ideal.

Entscheidender Grund: Sie erhalten die Kontrolle

Mit dem Bot Manager geben wir Ihnen die absolute Kontrolle in die Hand. Immerhin ist es Ihre Website, Ihre Online-Geschäftsstrategie und Ihre Entscheidung, welche Bedeutung Ihr Bot-Traffic für Sie hat. Wir (und Sie) wollen, dass Sie flexible Entscheidungen im Sinne Ihres Unternehmens treffen können. Aus diesem Grund hilft Ihnen der Bot Manager dabei besser zu verstehen, wie der individuelle Bot-Traffic-Mix Ihrer Website aussieht und welche Auswirkungen er auf Ihr Geschäft und Ihre IT-Infrastruktur hat. Und Sie erhalten eine ganze Reihe leistungsfähiger Funktionen, die weit über simples Blockieren hinausgehen. Damit können Sie in Zukunft die Vorteile von Bots besser nutzen und müssen weniger Nachteile in Kauf nehmen.

Letztendlich wollen wir doch alle nur das tun, was für unsere Unternehmen das Beste ist - und dafür benötigen wir die richtigen Tools.

Übersetzter Blog von Renny Shen bei Akamai Technologies

 

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